Kaiserball 2026

Beim 16. Kaiserball am 31. Jänner übernahm SKKH Karl von Habsburg  nicht nur den Ehrenschutz sondern war mit seiner bezaubernden Gattin Christian auch persönlich anwesend. Die Veranstalter durften sich wieder über ein volles Haus im wunderbaren Flair des historischen Stadtsaals von Korneuburg freuen.

Unter den vielen Ehrengästen durfte der Präsident der UEWHG, Generalmajor iTR Michael Blaha, MSc, der durch den Abend führte, unter anderem den Prokurator des St. Georgs-Orden Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele mit seiner Gattin Gabriela, Bürgermeister Christian Gepp, MSc, Abg. z. NR. Andreas Minnich sowie den Kommandanten des ABC-Abwehrzentrums, Oberst Mag. Jürgen Schlechter begrüßen.

Eine Auflistung der vielen Vertreter der Traditionsabordnungen ist hier gar nicht möglich, aber gerne lassen wir wieder die Bilder auf der Website des Kaiserballs sprechen. Es freut uns jedenfalls sehr, dass der Ball der Traditionsregimenter – organisiert und veranstaltet vom Infanterieregiment 49 und dem Dragonerregiment 2 gemeinsam mit der UEWHG – auch 2026 derartigen Anklang im uniformierten Traditionsumfeld gefunden hat.

Einer der ersten Höhepunkte war bereits die tänzerische Eröffnung durch die Tanzpaare der Tanzschule Frank aus Stockerau, die für die Ballgäste augenscheinlich motivierend war, selbst intensiv das Tanzbein zu den Klängen der „Late Night Band“ zu schwingen.

Im Laufe des Abends fand sich auch die Gelegenheit, den langjährigen Generaladjutanten des Erzhaues, Generalmajor iTR Peter Pritz, würdig zu verabschieden und die Schärpe seinem Nachfolger, Oberst iTR Peter Kramberger, zu übergeben. Auch die bayrischen Kaiserulanen 1 wurden für ihre Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften der Kavallerie geehrt und konnten sich präsentieren.

Um Mitternacht boten Kammersängerin Ulrike Steinsky und Alois Haselbacher Kostproben aus ihrem wunderbaren Repertoire und stimmten auch die Kaiserhymne mit uns an.

Auch unsere Diskothek „Club Charles“ fand wieder großen Anklang. Und wer es einfach nur ruhig und gemütlich haben wollte, besuchte im Foyer die Frizzantebar samt Raucherlounge. Wie jedes Jahr gab es bei der Tombola wieder hochwertige Hauptpreise zu gewinnen, die an erfreute Ballgäste übergeben werden konnten – die Palette reichte vom Schnupperschießtraining beim HSV Wien über Tickets für die aktuelle Simpl-Revue bis hin zu imperialen Bierkrügen der Doppeladler Manufaktur sowie Weinkisten mit Traditionsabfüllungen.

Für die Verpflegung sorgte wieder unsere k.u.k. Hofküche „Praterwirt“ mit à la carte Spezialitäten. Nach der Mitternachtsquadrille endete der offizielle Teil des Balls, wobei für die Veranstalter und viele Gäste die gemeinsame Unterhaltung erst richtig losging. Der harte Kern hielt natürlich bis zum Zapfenstreich um 4 Uhr früh durch. Ein paar Stunden der Unbeschwertheit und Kameradschaftspflege haben allen Gästen gutgetan und wir freuen uns schon auf das Wiedersehen beim 17. Kaiserball!

167. Jahrestag der Vereinigung der Rumänischen Fürstentümer

Der Verein TRADIȚIA MILITARĂ (aTM) führte eine bedeutende Aktivität zur Feier des 167. Jahrestages der Vereinigung der Rumänischen Fürstentümer durch (24. Jänner 1859).

aTM wurde vom Generalstab der Verteidigung eingeladen, am 24. Januar 2026 an der der Vereinigung der Fürstentümer gewidmeten Zeremonie an der Statue des Fürsten Alexandru Ioan I. auf dem Metropolienhügel in Bukarest teilzunehmen, sowie von der Stadtverwaltung Bukarest an den Feierlichkeiten am Triumphbogen mitzuwirken.

Die aTM-Einheit erschien in den Winteruniformen rumänischer Soldaten aus der Zeit des Fürsten der Vereinigung: Linieninfanterie, Grenztruppen und Jäger.

Nach dem Gottesdienst in der Patriarchalkathedrale nahmen an der militärischen Zeremonie an der Statue des Fürsten der Vereinigung auf dem Metropolienhügel der Premierminister Ilie Bolojan, Außenministerin Oana Țoiu, Generalleutnant Iulian Berdilă, stellvertretender Chef des Generalstabs der Verteidigung, sowie General Mihai Șomordolea, Staatsberater und Sekretär des Obersten Rates für Nationale Verteidigung (CSAT), teil. Ebenfalls anwesend waren weitere bedeutende Persönlichkeiten Rumäniens sowie Vertreter des Diplomatischen Korps. 

Nachdem den anwesenden Würdenträgern die Waffen präsentiert wurden, nahmen sie ihre neue Position ein, indem sie die Statue des Fürsten Alexandru Ioan I. flankierten, mit der Front zur „Tribüne“ der Veranstaltung, in einem 90° Winkel zum rechten Flügel der Formation des 2. Infanteriebataillons „Călugăreni“. 

Die Hüter der militärischen Traditionen von aTM präsentierten vor Beginn sowie nach Abschluss der Zeremonie eine umfangreiche historisch-militärische Vorführung, die darauf abzielte, wesentliche Elemente der dargestellten Epoche zu verdeutlichen. Dem Publikum wurden zahlreiche Erläuterungen zu den Uniformen sowie zu den Militärfahnen der Modelle 1861 und 1863 gegeben. Darüber hinaus wurden die Exerzier- und taktischen Ausbildungsformen der Armee jener historischen Epoche detailliert vorgestellt. Militärische Zeremonien, wie die Ablegung des Militäreids oder das Sprechen von Gebeten, wurden demonstriert, und abschließend folgten taktische Übungen wie das Laden in zwölf Schritten, Waffenfechten, und der Bajonettangriff.

Das Publikum genoss diese eindrucksvolle Zeitreise in eine, für die Rumänen, zentrale historische Epoche und belohnte sie mit lang anhaltendem Applaus.

Zum Abschluss marschierte die aTM-Einheit in Formation den Metropoliehügel hinunter. Mehrere hohe Offiziere und Generäle beglückwünschten aTM zu dessen Darbietung. Ein Angehöriger der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika überreichte aTM eine persönliche Medaille. Unmittelbar danach begab sich die aTM-Einheit zum Triumphbogen, wo sämtliche Demonstrationen gemäß den militärischen Vorschriften der Epoche der Vereinigung der Fürstentümer erneut durchgeführt wurden. Das Publikum, bestehend aus rumänischen Besuchern und ausländischen Touristen, zeigte sich äußerst beeindruckt von der lebendigen Geschichte, die sich vor ihren Augen entfaltete.

Militärparade zum Nationalfeiertag in Rumänien 2025

Der Verein Tradiția Militară (aTM) marschierte im Rahmen der Militärparade zum Nationalfeiertag am 1. Dezember 2025 unter dem Triumphbogen in Bukarest hindurch und nahm damit am 107. Jahrestag der Vereinigung Rumäniens teil (1. Dezember 1918). 

Das historische Einheit, die gemeinsam mit rund 3.000 rumänischen und NATO-Staaten Soldaten vor dem Präsidenten Rumäniens defilierte, bestand aus 40 militär-historischen Darstellern.

Die Position des aTM-Paradeblocks innerhalb der Gesamtformation war besonders ehrenvoll, da er unmittelbar hinter dem Paradekommandanten und den Identifikationsstandarten platziert war.

Die militar-historischen Darsteller trugen rumänische Uniformen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs: 1. Grenzregiment, Gebirgsjägerbataillon, 2. Jägerregiment „Königin Elisabeth“ sowie 21. Infanterieregiment/IV. Linie. 

An der historischen Militärfahne an der Spitze des Detachements, unter der die Helden des Großen Krieges gekämpft haben, hängen ehrenvoll die Auszeichnungen, mit denen aTM geehrt wurde: die Gedenkmedaille des Krieges zur Einheit Rumäniens, verliehen vom Präsident Rumäniens; das Ehrenabzeichen, verliehen vom Chef des Generalstabs der Verteidigung; sowie die Königliche Medaille für Loyalität, von der Rumänischen Königlichen Familie. 

Die militär-historischen Darsteller von aTM pflegten Geselligkeit mit Vertretern verbündeter Armeen, die ebenfalls an der Parade teilnahmen, Garanten der wahren Souveränität Rumäniens, sowie mit rumänischen Soldaten, denen sie, im Laufe der Jahre, bei zahlreichen landesweiten Veranstaltungen begegnet waren.

Die aTM-Einheit wurde vom amtierenden Chef des Generalstabs der Verteidigung, General Gheorghiță Vlad, sowie vom Paradekommandanten, Brigadegeneral Tonea-Bălan, inspiziert. Alle brachten ihre Anerkennung zum Ausdruck, für die Vielfalt und historische Korrektheit der Uniformen und Ausrüstungsgegenstände, sowie für das hohe Ausbildungsniveau der Hüter der rumänischen militärischen Traditionen.

Als Zeichen des Gedenkens erwiesen die Darsteller der Helden der Großen Vereinigung vor dem Elisabeta-Palast, der aktuelle Wohnsitz der rumänischen Königsfamilie, die militärischen Ehren.

Auf Einladung der Leitung des Nationalen Dorfmuseums „Dimitrie Gusti“ erweckten die Soldaten aus der Geschichte die Schöpfer der Einigkeit Rumäniens durch eine umfangreiche und bewegende historisch-militärische Vorführung, vor den Augen zahlreicher rumänischer und ausländischer Besucher, erneut zum Leben.

35 Jahre UEWHG – Generalrapport 2025

Der diesjährige Generalrapport, der von 25. – 28. September 2025 in Wien stattfand, war dem 35-jährigen Jubiläum der Gründung der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen mehr als würdig – ein Ereignis, an das man sich noch lange erinnern wird.

Donnerstag, 25. September 2025

Die Verbände trafen sich in ziviler Kleidung zu einem ungezwungenen „Meet & Greet“ im bekannten Salmbräu im dritten Wiener Gemeindebezirk. Bei gutem Bier aus der hauseigenen Brauerei und vertrauter, kameradschaftlicher Stimmung wurden alte Freundschaften aufgefrischt und neue geknüpft. Vernetzung über alle Grenzen hinweg, denn das gemeinsame Ziel und die Vorfreude war spürbar: ein Wochenende im Zeichen der Gemeinschaft und der länderübergreifenden europäischen Wehrtradition. Ein gelungener Auftakt, der bereits das kameradschaftliche Miteinander prägte.

Freitag, 26. September 2025

Dieser Tag begann mit einem besonderen Höhepunkt, denn auf persönliche Einladung des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig versammelten sich die Delegationen der Verbände zu einem gemeinsamen Mittagessen in den Gewölben des historischen Rathauskellers. Eine Ehre, die nicht vielen zuteilwird und auf die wir als UEWHG besonders stolz sein dürfen. Nach Grußworten der Gemeinde Wien durch Mag. Markus Schober und einem schmackhaften Mahl begann um 14:00 Uhr der eigentlicher Generalrapport in den Räumlichkeiten des Rathauskellers.

Eine Videobotschaft der Bundesministerin für Landesverteidigung Mag. Klaudia Tanner, bei der besonders die hervorragende Zusammenarbeit der Union mit dem österreichischen Bundesheer hervorgehoben wurde, sowie die Begrüßung durch den Präsidenten der UEWHG, Generalmajor iTR Michael Blaha, MSc, Berichte des stellvertretenden Präsidenten, der anwesenden Vizepräsidenten, des Generalsekretärs, des Rechnungsoffiziers und des Kanzleioffiziers eröffneten den Generalrapport – die eigentliche Generalversammlung der UEWHG.

In Folge wurde der Vorstand einstimmig gewählt, der auch einige neue Gesichter aufweist, unter anderem den neuen Medienoffizier Unteroffizier Dietmar Engler sowie den neuen Kanzleioffizier Leutnant iTR Jürgen Marte. Weiters wurde Oberst iTR Hans Joachim „Hajo“ Böhm zum stellvertretenden Präsidenten, Oberst d.Cav. Michael Islinger, Oberstleutnant iTR Adrian Staiger und Oberst iTR Tsoncho Tsatsov zu Vizepräsidenten und Schützenfähnrich iTR Andreas Georg Tarbuk zum UEWHG-Adjutanten gewählt.

Der Präsident bedankte sich besonders bei den langjährig in Führungspositionen tätigen Mitgliedern, die mit der neuen Wahlperiode aus ihren bisherigen Funktionen aus Ruhestandsgründen geschieden sind, wie der stellvertretende Präsident Oberst iTR Michael Joannidis, die Vizepräsidentin Leutnant iTR Nataša Salihović und der Kanzleioffizier Hauptmann iTR Franz Schlosser. Alle genannten bleiben der Union selbstverständlich erhalten, wollen aber auf eigenen Wunsch in Zukunft etwas kürzertreten. Aufrichtiger Dank gilt daher auch im Namen aller Funktionsträger, denn ohne die Genannten wäre die UEWHG nicht jene verbindende Gemeinschaft, die sie heute ausmacht!

Während der Generalversammlung nahmen rund 100 Mitglieder der Bürgerwache Saulgau e.V. 1239 an fünf eigens organisierten professionellen Innenstadtführungen teil, die Wien aus kultureller Perspektive näherbrachten und ebenfalls zum länderübergreifenden Austausch beigetragen haben.

Conclusio
Es war eine äußerst erfolgreiche Generalversammlung im Rahmen des Generalrapports 2025, bei der auf Problemstellungen eingegangen, die Weichen für die erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen gestellt, Wahlen abgehalten und organisatorische Punkte (wie die Entlastung) erledigt wurden. Ebenso wurden die generelle Linie und Ausrichtung der UEWHG als dezidiert europäische und militärhistorische Wertegemeinschaft kameradschaftlich besprochen und bestätigt. Das Gemeinsame und Verbindende stand dabei stets im Vordergrund, denn die UEWHG ist die Summe ihrer Mitglieder – jeder Verband sowie jedes Mitglied zählt.

Später, am Abend, traf man sich am Gelände des HSV Wien in Stammersdorf. Dort folgte ein gemütlicher kameradschaftlicher Ausklang an der „Gulaschkanone“ – ganz im Sinne echter militärischer Traditions- und Kameradschaftspflege. Als krönenden Höhepunkt bot die Bürgerwache Saulgau e.V. 1239 mit ihrer Musik und ihrem Spielmannszug eine eindrucksvolle Darbietung des Großen deutschen Zapfenstreichs unter freiem Himmel – eines der wenigen Regenlöcher des Abends ausnutzend. Der feierliche Klang der Trommeln und Trompeten in dunkler Nacht bildete einen würdigen Abschluss eines ereignisreichen Tages, der uns, ob der Bravour der Musik, noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Samstag, 27. September 2025

Am Samstag versammelten sich die Teilnehmer am frühen Vormittag am Wiener Karlsplatz, um sich zum Einzug in die Karlskirche zu formieren. In militärischer Formation folgte der Einmarsch in diesen großartigen Kirchenbau, der heute von den „Kreuzherren mit dem Roten Stern“ betreut wird, die uns dankenswerterweise diese einmalige Möglichkeit geboten hatten. Die musikalische und gesangstechnische Gestaltung der Heiligen Messe übernahm erneut die Musik der Bürgerwache Saulgau e.V. 1239, die mit ihren Sängerinnen und Sängern einen ganz besonderen Kunstgenuss boten. Unter Leitung des eigens mit „seiner“ Bürgerwache Saulgau angereisten Dekans Peter Müller wurde in der atemberaubenden barocken Kulisse eine Messe zelebriert, wie sie selten in dieser Form zu genießen ist. Mit dem Lied „Der gute Kamerad“ aus den Befreiungskriegen von 1809 wurde ein würdiger musikalischer Schlusspunkt unter die Messe gesetzt, der den Opfern aller Kriege und jeder Form von Gewalt gewidmet war und die völkerverbindende Idee der UEWHG eindrucksvoll hervorhob.

Nach einer kurzen Pause mit lukullischer Stärkung in den wunderbaren Wiener Restaurationsbetrieben ging es am frühen Nachmittag zur großen Aufstellung der bunten Truppen im Bereich des äußeren Burgtors, des sogenannten „Heldentors“.  Ein Tor voller Geschichte, das uns ebenfalls an die Gefallenen vieler Kriege erinnern soll und 1824 am 11. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, der großen Niederlage Napoleons, eingeweiht wurde.

Unter dem gestrengen Blick des am Platz die Verbände Oberkommandierenden Schützen-Major Alfred Cunat, vom Deutschmeister-Schützenkorps 1897, formierte sich ein langer Zug aus Musik, deutschen Bürgergarden, k.u.k. Traditionsverbänden aus den Ländern der ehemaligen österreich-ungarischen Monarchie, u.a. Infanterie, Artillerie, Kavallerie, Marine, Traditionsgendarmerie, aber auch kaiserlich deutsche und königlich italienische Infanterie. Das Flair einer untergegangenen Epoche wehte in diesen Stunden über den Heldenplatz. Der Anblick der Uniformen, Fahnen und des Musikzuges vor der historischen Kulisse der Hofburg war mehr als eindrucksvoll, zog das Publikum und hunderte Touristen magisch an und zeigte einmal mehr die lebendige Vielfalt wehrhistorischer Traditionspflege eines in Freundschaft geeinten Europas.

Als sich unter klingendem Spiel der Militärmusik der gesamte, über 200 Mann und natürlich auch Frauen zählende, Zug in Bewegung setzte, glaubte man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt: bunte Uniformen, Fahnen, wiehernde Pferde, in der Sonne blitzende Helme, Kokarden, goldene Verschnürungen, wehende Federbuschen und klirrende Säbelgehänge – umrahmt vom Gleichschritt und den über den Platz hallenden militärischen Befehlen aus einer anderen Epoche.

Ein Einmarsch wie man ihn wohl nur einmal im Leben, in solch einer historischen Kulisse im Herzen Wiens, mitmachen können wird – ein Glück für alle die dabei waren! Vor dem Denkmal Erzherzog Karls, des Siegers über Napoleon bei Aspern 1809, nahmen die Verbände im offenen Karree Aufstellung. UEWHG-Präsident Generalmajor Michael Blaha, MSc, und als Ehrengast Erzherzogin Camilla von Habsburg nahmen in Folge die den Denkmalsplatz umfassende Parade der vielen angetreten Traditionstruppen ab. Die unzähligen Fahnen und Standarten der UEWHG-Verbände, ganz der alten militärischen Tradition entsprechend, senkten sich eine nach der anderen – ein unvergessliches Schauspiel!

Nach der Rede des Präsidenten und den Grußworten von Erzherzogin Camilla von Habsburg, wurden einige besonders honorige und langjährige in Funktionen dienende Mitglieder, mit höchsten Dekorationen der UEWHG ausgezeichnet. Dabei ist besonders Hauptmann iTR Jean Claude Garin mit seinen 88 (!) Jahren zu erwähnen, der es sich nicht nehmen ließ im berühmten Bersaglieri-Laufschritt, mit wippenden Hahnenfedern am Hut und Fahne in der Hand, zur Auszeichnungsüberreichung über den ganzen Platz zu laufen. Tosender Applaus des Publikums quittierte diese mehr als sportliche Leistung des ältesten UEWHG-Teilnehmers vor Ort!

Nach einer General-de-Charge durch das Deutschmeister-Schützenkorps 1897 und einem Kanonensalut, der es in sich hatte – eine Dame im Publikum fiel vor Schreck von einer Bank – traten die Verbände zum gemeinsamen Auszug und Defilee an. Mit fliegenden Fahnen unter dem Takt brausender Marschmusik, nahmen der Präsident und die Ehrengäste das Defilee ab, wobei neben der schneidig marschierenden bunt gemischten Infanterie, die 2er Dragoner unter Oberst d.Cav. Islinger und die Esterhazy Husaren unter Rittmeister d.Cav. Kickinger, zusätzlich ein glänzendes Bild militärischer Kavalleriekunst abgaben. Schlussendlich als besonderen abschließenden Höhepunkt zog die Bürgerwache Saulgau ev. 1239 unter ihrem Kommandanten Oberst iTR Dirk Riegger unter klingenden Marschtakten aus – sehr zur Freude des Publikums, das jedoch den Weg fast nicht freigeben wollte, um näher am Geschehen und der Musik zu sein.

Jeder der an diesem Tag dabei gewesen ist, wird noch lange daheim etwas zu erzählen haben und auch die UEWHG hat sich die Latte für zukünftigen Jubiläen damit recht hochgelegt – ein Nachmittag am Wiener Heldenplatz, der allen unvergesslich bleiben wird!  

Der Abend klang in Folge im Restaurant „Stöckl im Park“ (im Park des Palais Schwarzenberg), wo die Teilnehmer bei einem ausgezeichneten Buffet und guter Stimmung die letzten Tage Revue passieren ließen. Kameradschaft, Geselligkeit und anregende Gespräche prägten den Abend. Ein würdiger Abschluss dieses wunderbaren, aber auch durchaus anstrengenden Jubiläumstags im Herzen Wiens.

Sonntag, 28. September 2025

Alles Schöne hat ein Ende und so traten die Teilnehmer des Generalrapports an diesem Tag die Heimreise an, um den verbindenden Unions-Gedanken, wie wir hoffen, in ihre Länder mitzunehmen und zu verbreiten. Für jene, die noch etwas verweilen oder gar noch ein paar Tage im schönen Wien bleiben wollten, wurden am Vormittag zwei zusätzliche Stadtführungen angeboten, die großen Anklang fanden und einige ansonsten äußerst gut gehüteten Geheimnisse der Wiener Innenstadt preisgaben.  

Damit ging ein Generalrapport zu Ende, der in jeder Hinsicht neue Maßstäbe setzte – organisatorisch, kameradschaftlich, in seiner feierlichen Würde, aber auch aufgrund der einmaligen Örtlichkeiten im Zentrum Wiens. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden, die durch ihr Engagement und ihre Disziplin dieses Jubiläum zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben, besonders unserem Präsidenten, der wohl unzählige schlaflose Nächte mit der Planung verbracht hat und ohne dessen persönliche Kontakte zu Entscheidungsträgern, vieles nicht möglich gewesen wäre.

Doch wie heißt es so schön – nach dem Generalrapport ist vor dem Generalrapport und so freuen wir uns schon auf ein gemeinsames Wiedersehen 2026!   

Impressionen vom Generalrapport 2025

Hier finden Sie Impressionen zu allen Veranstaltungen rund um den Generalrapport im September 2025 in Wien zum 35-Jahr Jubiläum.

Mittagessen im Rathauskeller

Sitzung des Generalrapports

Abendessen beim HSV Wien

Zapfenstreich

Festmesse in der Wiener Karlskirche

Festakt am Wiener Heldenplatz

Abendessen im Restaurant Stöckl im Park

Kaisergeburtstag 2025: „Traditionspflege ist auch Friedenspflege!“

Am 17. August 2025 versammelten sich Abordnungen verschiedener Traditionseinheiten und -verbände sowie Freunde der echten Traditionspflege im Park von Schloss Laxenburg um des Geburtstags des Seligen Kaiser Karl I. zu gedenken. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Organisatoren auch über Kaiserwetter freuen durften.

Der Nachmittag begann mit dem Einmarsch der zahlreich aus ganz Österreich angereisten Traditionsverbände und der Meldung an den Prokurator des St. Georgs-Orden, Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele, der an diesem Tag SKKH Karl von Habsburg, Großmeister des Ordens, vertrat. Es folgten eindrucksvolle Exerziervorführungen in der Tradition der Österreichischen k. u. k.  Cavallerie, die das Publikum begeisterten. Danach begrüßte der Initiator und für die Organisation Hauptverantwortliche, Oberst iTR Michael Islinger, die Festgäste.

In seiner Ansprache überbrachte Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele zunächst die herzlichen Grüße von Erzherzog Karl, ging dann auf die Bedeutung von dessen Großvater, Kaiser Karl, ein und setzte sein Vermächtnis in Relation zur aktuellen europa- und weltpolitischen Situation: „Er wusste, dass dauerhafter Frieden nur erreicht werden kann, wenn man den Gegner nicht zu sehr erniedrigt. Ihm war klar, dass man in Europa nach diesem schrecklichen Krieg wieder würde auf Augenhöhe zusammenleben müssen und dafür ein Frieden ohne Gedemütigte die Voraussetzung war. Die weiteren Entwicklungen nach dem 1. Weltkrieg sollten rasch zeigen, wie recht er hatte. Doch leider scheint die Politik bis heute nur sehr wenig aus der Geschichte und von Kaiser Karl gelernt zu haben. Gerade erst wurde beim sogenannten „Alaska-Gipfel“ Frieden verhandelt, ohne dass der Angegriffene, das Opfer, am Tisch saß. Man beugt und verbeugt sich vor Aggressoren und Kriegsverbrechern, relativiert oder ignoriert damit, dass Völkerrecht und Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Und Europa? Europa sitzt am Katzentisch, ist nicht mehr als ein Zaungast. Ist in wichtigen Fragen nach wie vor uneinig, weil viele Politiker offensichtlich mehr an sich selbst denken, als an ihre große Verantwortung.“

Und er fuhr fort: „Der Sohn des letzten Kaisers, Erzherzog Otto, hat immer betont, man müsse Geschichte als Startbahn in die Zukunft begreifen. Das setzt aber voraus, dass man sie kennt, versucht sie zu verstehen und die richtigen Lehren aus ihr zu ziehen. Dies gilt vor allem für alle, die sich der Traditionspflege verschrieben haben, insbesondere jene, die stolz den Rock des Kaisers tragen. Denn Traditionspflege ist auch Friedenspflege! In der Traditionspflege geht es darum, das Vergessen zu verhindern und Erinnerung zu leben. In Respekt, gleichzeitig aber auch immer kritisch hinterfragend. Das gilt im Großen, also welchen Idealen, aber auch welchen Interpretationen der Geschichte man folgt, wie im vermeintlich Kleinen, also beispielsweise in Bezug auf die Frage von wem man welche Auszeichnung, welchen Orden annimmt. Schließlich bedeutet Tradition zu leben und weiterzugeben für jede der heute hier versammelten Organisationen, aber auch für jeden Einzelnen, eine große Verantwortung – Verantwortung für unsere Identität.“

Im Anschluss nahm Pater Sebastian Hacker OSB, Kapitular des Schottenstifts, den Gedanken des Festredners „Traditionspflege ist auch Friedenspflege“ auf und man beging in diesem Sinne gemeinsam eine stimmungsvolle Feldandacht.

Es war ein Kaisergeburtstag fast wie zu Kaisers Zeiten, den jeder Anwesende genoss und von dort bleibende Eindrücke mitnehmen konnte.

Tradition trifft Landesverteidigung

Anlässlich einer gemeinsamen Geburtstagsfeier – der Kommandant des „k. u. k. Dragonerregiment 2 Nikolaus Graf Pejacsevich“, Oberst der Cavallerie Michael Islinger, feierte seinen 65. Geburtstag und der Regimentsinhaber des „k.u.k. Traditionsinfanterieregiments No 49 Feldmarschall Heinrich Freiherr von Heß“, Oberst iTR Dr. Georg Hesz feierte seinen 80. Geburtstag – luden die beiden Traditionsverbände am 23. Mai 2025 zu einer Feier bei einem niederösterreichischen Heurigen ein.

Die beiden Regimenter haben durch die Ausrichtung des Kaiserballs seit nunmehr über 15 Jahren einen besonderen Bezug zur UEWHG und zum Erzhaus, da SKKH Karl von Habsburg jährlich die Patronanz über diese wunderbare Veranstaltung übernimmt und unser Präsident Generalmajor iTR Michael Blaha, MSc, die Organisation leitet.

Als besonderer Gast konnte Verteidigungsministerin Mag. Klaudia Tanner neben vielen hohen Vertretern aus Bundesheer, Traditionspflege und Gesellschaft begrüßt werden, die in einer launigen Ansprache den Stellenwert der militärischen Traditionspflege hervorhob und dann mit einem Gläschen Habsburgwein das gemeinsame „Zum Geburtstag viel Glück“ anstimmte. Präsident Generalmajor iTR Michael Blaha, MSc, nutzte die Gelegenheit, um den Austausch mit der geschätzten Frau Bundesministerin in dieser wirklich amikalen Atmosphäre zu pflegen und zu vertiefen.

Wir wünschen den Jubilaren alles Gute zum Geburtstag und noch viele schöne weitere Stunden im kameradschaftlichen Umfeld!

Nachstehend einige Impressionen der gelungenen Veranstaltung.

23. Audienz bei Kaiser Karl I in Brandys nad Labem – Stará Boleslav

Unterstützt von der Kaiser Karl Gebetsliga für den Völkerfrieden, vom St. Georgs-Orden, ein europäischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen, von der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen und vom technischen Nationalmuseum lud die Stadt Brandýs nad Labem – Stará Boleslav am 17. Mai 2025 zur Audienz bei Kaiser Karl I. ein.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von SKKH Karl von Habsburg, Erzherzog von Österreich und fand auch anlässlich des 450. Jahrestages der Krönung von Rudolf II., des späteren römisch-deutschen Kaisers und des 110. Todestages des Seefahrers, Entdeckers und Schriftstellers SKKH Erzherzog Ludwig Salvator von Toskana statt.

Die Organisation wurde in äußerster dankenswerterweise von Oberst iTR Dr. Milan Novak durchgeführt, anwesend waren die Hoheiten SKKH Erzherzog Georg von Habsburg-Toskana und Fürst Franz Ferdinand von Hohenberg mit Gattin. Die Feierlichkeiten wurden von der Musik Musikkapelle der Burgwache und Polizei TR begleitet.

Um 09:30 Uhr war die Ankunft des historischen Dampfzuges von Prag, die Gäste wurden mit Musik entsprechend empfangen. Anschließend ging es in den Garten des Schlosses Brandýs mit Aufmarsch der wehrhistorischen Gruppen. Die Ansprachen und Ehrungen wurden von Oberst iTR Dr. Novak, Erzherzog Georg von Habsburg-Toskana und Fürst Franz Ferdinand von Hohenberg durchgeführt.

Nach dem Antreten, den Ansprachen und den Ehrungen ging es weiter in die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt. Die heilige Audienz-Messe wurde von ThLic. PhDr. Daniel Janácek, Ph.D. O.Praem., Abt der Königlichen Prämontrateneser in Prag Strahov, zelebriert und durch den Kirchenchor und das Orchester Václav (Jiri Streic: Missa Lux et Origo) musikalisch begleitet.

Im Schlossgarten fand eine Darstellung der edlen Kunst der Falknerei statt. Und am Nachmittag gab es das kaiserliche Manöver „Erinnerung an Pula“ unter Beteiligung der k.u.k. Marine, welches u.a. Einblicke in das Soldatenleben von damals gab.

Abschließend gab es im Schlossgarten eine Promenade mit Tanz, zeitgleich fuhr der historische Dampfzug mit den Gästen wieder Richtung Prag Hauptbahnhof ab.

Zu guter Letzt gab es in der Schlosskapelle ein Kammerkonzert mit dem Kammerorchester Far Musica unter Dirigent Michael Housa. Bemerkenswert war unter anderem das Klavierkonzert von Johann Sebastian Bach in d-Moll, interpretiert vom Pianisten Jan Lukas.

Die Veranstaltung endete am Sonntag, den 18. Mai 2025, mit einer heiligen Messe in der Schlosskapelle mit der Reliquie des seligen Karl I. von Österreich. Zelebriert wurde die Messe von P. Stanislav Zlnay, dem Leiter der Kaiser Karl Gebetsliga in der Slowakei. Die UEWHG bedankt sich ganz herzlich beim Initiator, Oberst iTR Dr. Milan Novak und seinen Mitstreitern für diese äußerst gelungene Audienz im heiligen Jahr 2025 und wir hoffen, dass dieser „Spirit“ in den nächsten Jahren, im Sinne unserer k.u.k. Tradition und im Gedenken an den seligen Kaiser Karl I. von Österreich weitergeführt wird.

Kaiserball 2025

Am 25. Jänner – wieder in der klassischen Ballsaison – ging der Kaiserball 2025 über die Bühne. Die Veranstalter durften sich beim 15. Kaiserball wieder über ein volles Haus im wunderbaren Flair des historischen Stadtsaals von Korneuburg freuen.

Bürgermeister Christian Gepp, MSc, setzte zum Auftakt mit der Einladung zum vorgestaffelten Sektempfang im Rathaus eine Tradition fort, die uns Jahr für Jahr wieder eine Ehre ist.

Unter den vielen Ehrengästen muss allen voran SKKH Maximilian von Habsburg erwähnt werden, der mit den erlesenen Weinen aus seinem Weingut den Kaiserball aufwertete.

Eine Auflistung der vielen Vertreter der Traditionsabordnungen ist hier gar nicht möglich, aber gerne lassen wir wieder die Bilder auf der Website des Kaiserballs sprechen. Es freut uns jedenfalls sehr, dass der Ball der Traditionsregimenter – organisiert und veranstaltet vom Infanterieregiment 49 und dem Dragonerregiment 2 gemeinsam mit der UEWHG – auch 2025 derartigen Anklang im uniformierten Traditionsumfeld gefunden hat.

Einer der ersten Höhepunkte war bereits die tänzerische Eröffnung durch die Tanzpaare der BHAK für Führung und Sicherheit der Theresianischen Militärakademie, die für die Ballgäste augenscheinlich motivierend war, selbst intensiv das Tanzbein zu den Klängen der „Late Night Band“ zu schwingen. Um Mitternacht bot uns die internationale Opernsängerin Antonella Malis Kostproben aus ihrem wunderbaren Repertoire und stimmte auch die Kaiserhymne mit uns an.

Auch unsere Diskothek „Club Charles“ fand wieder großen Anklang. Und wer es einfach nur ruhig und gemütlich haben wollte, besuchte im Innenhof die Frizzantebar samt Raucherlounge. Wie jedes Jahr haben wir zum 15. Kaiserball auch 15 Hauptpreise für die Tombola zusammengestellt. Hochwertige Geschenke von Unterstützern des Balls konnten an überraschte und erfreute Ballgäste übergeben werden – das reichte vom Infanteriesäbel aus der k.u.k. Zeit über ein Golftraining beim HSV bis zum Candlelight-Dinner bei unserem Caterer.

Für die Verpflegung sorgte wieder unsere k.u.k. Hofküche „Praterwirt“ mit à la carte Spezialitäten. Mit Mitternachtsquadrille und Mitternachtsimbiss endete der offizielle Teil des Balls, wobei für die Veranstalter und viele Gäste die gemeinsame Unterhaltung erst richtig losging. Der harte Kern hielt natürlich bis zum Zapfenstreich um 4 Uhr früh aus. Ein paar Stunden der Unbeschwertheit und Kameradschaftspflege haben allen Gästen gutgetan und wir freuen uns schon auf das Wiedersehen beim 16. Kaiserball!

Alle Bilder unter https://www.kaiserball.eu/impressionen/